Die GUI-Dokumentation zu //Unsichtbare Elemente ignorieren// beschreibt die aktuelle Profil-Sidebar von i-net PDFC. Die Option gehört zur Gruppe Weitere Vergleichsoptionen. Die Unteroption Tatsächliche Sichtbarkeit berechnen wird nur angezeigt und aktiviert, wenn Unsichtbare Elemente ignorieren eingeschaltet ist.
Der Filter wird über die kommaseparierte Liste FILTERS mit der Kennung INVISIBLEELEMENTS aktiviert. Der Standardwert der Property FILTERS enthält INVISIBLEELEMENTS,TEXTTRANSFORM,SOLVEFALSEREPLACE. Die zugehörige Profileigenschaft ist:
| Rohschlüssel | Wert oder Wertebereich | Bedeutung und Standardwert |
|---|---|---|
FILTERS | INVISIBLEELEMENTS enthalten | Aktiviert die Heuristik für nicht sichtbar beitragende Elemente. Die Liste kann weitere Filterkennungen enthalten. |
COMPUTE_CLIPPING | true oder false | Schaltet die strukturelle Berechnung der tatsächlichen Sichtbarkeit ein. Der Standardwert ist false. |
Bei COMPUTE_CLIPPING=false arbeitet InvisibleObjectsFilter mit elementbasierten Heuristiken auf den extrahierten PDF-Elementen, statt die Seite als Pixelbild zu rendern. Dabei werden unter anderem folgende Fälle aus der Vergleichsgrundlage entfernt:
Strukturelle Elemente und Annotationen werden nicht entfernt. Bilder werden nicht als Duplikate entfernt. Weiße Elemente über farbigem Inhalt bleiben erhalten; weißer Text kann auf den tatsächlich farbigen Bereich beschränkt werden. Die konkrete Wirkung hängt vom Aufbau des PDF-Dokuments ab.
Bei COMPUTE_CLIPPING=true verwendet i-net PDFC ClippingProcessor.computeClipping. Die Berechnung berücksichtigt Seitengrenzen, PDF-Clipping-Pfade, Überdeckungen und die Zeichenreihenfolge der extrahierten Elemente. Verdeckte Bereiche von Formen und Text werden zugeschnitten, vollständig verdeckte Elemente entfernt und kompatible Formen zusammengeführt. Weiße Inhalte werden nur auf leerem Hintergrund entfernt. Bilder werden nur zugeschnitten, wenn der sichtbare Bereich rechteckig ist.
Diese Option ersetzt die Standardheuristik durch eine genauere strukturelle Sichtbarkeitsberechnung, arbeitet aber weiterhin auf extrahierten PDF-Elementen und nicht auf gerenderten Pixeln.
Die aktuellen UI-Kennungen und ihre Rohprofilwerte sind:
| Sidebar-Option | Struktur- oder UI-Kennung | Rohprofilwert |
|---|---|---|
| Unsichtbare Elemente ignorieren | pdfc.filter.invisible_elements_filter | FILTERS enthält INVISIBLEELEMENTS |
| Tatsächliche Sichtbarkeit berechnen | pdfc.filter.invisible_elements_filter.clipping | COMPUTE_CLIPPING |
Beide Optionen werden von der aktuellen ProfileUIBuilder-Erweiterung bereitgestellt. Die zweite Option ist nur sichtbar und aktivierbar, wenn die erste Option aktiv ist.
Ein mögliches XML-Profilfragment lautet:
<entry key="FILTERS">INVISIBLEELEMENTS</entry> <entry key="COMPUTE_CLIPPING">false</entry>
Für die strukturelle Sichtbarkeitsberechnung wird der zweite Wert auf true gesetzt.
Die elementbasierte Heuristik kann beabsichtigte weiße, transparente, duplizierte oder sehr kleine Inhalte unterdrücken. Die Clipping-Berechnung kann Vergleichszeit und Speicherbedarf deutlich erhöhen, besonders bei vielen überlappenden Formen. Komplexe Transparenz und unregelmäßiges Bild-Clipping werden konservativ behandelt. Keine der beiden Varianten ist eine vollständige Rendering- oder Barrierefreiheitsprüfung.